Der Namenstag: Bedeutung & Brauchtum
"Alles Gute zum Namenstag!" – Ein Satz, der in manchen Regionen so wichtig ist wie "Happy Birthday". Doch was steckt eigentlich hinter dieser alten Tradition?
🕯️ Was ist eigentlich ein Namenstag?
Der Namenstag ist ein Gedenktag im christlichen (vor allem katholischen und orthodoxen) Kirchenjahr. Er ist einem bestimmten Heiligen gewidmet. Da viele Vornamen auf solche Heiligen zurückgehen (den sogenannten Namenspatron), feiern Menschen, die diesen Namen tragen, an diesem Datum ihren Namenstag.
Früher war der Namenstag oft bedeutender als der Geburtstag, da man das genaue Geburtsdatum oft gar nicht notierte oder die spirituelle Bedeutung der Taufe und des Namenspatrons höher einschätzte.
Warum feiern wir ihn?
Die Tradition reicht bis ins Mittelalter zurück. Damals wurden Kinder meist am Tag nach der Geburt getauft – oft auf den Namen des Heiligen, dessen Gedenktag gerade war. Der "Namenstag" war also fast identisch mit dem Geburtstag.
Der Namenspatron gilt als Schutzengel und Vorbild. Am Namenstag wurde früher in der Kirche für das Kind gebetet, und zu Hause gab es kleine Geschenke. Heute erlebt der Brauch ein kleines Revival, um die Herkunft des eigenen Namens zu würdigen.
📅 Wichtige Namenstage (Beispiele)
- 19. März Josef
- 24. Juni Johannes (der Täufer)
- 29. Juni Peter & Paul
- 25. Juli Jakobus
- 12. September Mariä Namen
- 29. September Michael (Erzengel)
- 06. Dezember Nikolaus
- 24. Dezember Adam & Eva
Häufige Fragen (FAQ)
Mein Name steht mehrmals im Kalender. Wann feiere ich?▼
Haben evangelische Christen Namenstag?▼
Was schenkt man zum Namenstag?▼
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